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17. Jahrhundert

1620/1621  Erste Orgel in Lengefeld,
wahrscheinlich von Caspar (oder auch Christoph) Löwe (auch Lewe oder Lebe),
Weißenborn bei Freiberg/Sa.*

Aufgestellt wird die Orgel auf der Empore vor der Westwand im kleineren, westlichen Teil der Kirche.  Der Maurer Hans Kühne erhält Geld „vors Fenster an der Orgell durchzubrechen“*.

* Am 29. Dezember wird ein Bote „aufn Weißenborn zum Orgellmacher“ geschickt. (Kirchenrechnungen Pfarrarchiv Lengefeld)

18. Jahrhundert

1726  Dritte Orgel von Zacharias Hildebrandt, Liebertwolkwitz bei Leipzig
Die Orgel soll repariert und auf die Kanzelseite (Nordseite) versetzt werden. Doch Pfarrer und Patron beschließen, eine neue zu bauen. Um dieses nun größere, mit 22 Registern ausgestattete Instrument am neuen Ort, der von geringer Höhe ist, aufstellen zu können, findet Hildebrandt eine außergewöhnliche Lösung: Statt das zweite Werk als Hinterwerk hinter das Hauptwerk zu platzieren, stellt er dieses in der Mitte und das Hauptwerk geteilt zu beiden Seiten auf, so dass sich dieser außergewöhnlich fünftürmige Prospekt ergibt.

19. Jahrhundert

1886  Umsetzung in die neue Kirche durch Guido Hermann Schäf, Freiberg/Sa.
Veränderungen: Entfernung der Vox humana(HW), dafür  Rohrflöte 4 ‚, der Mixtur 3-fach (NW) dafür Salizional 8‘, und des Tremulanten; Austausch der Keilbälge durch Kastenbälge.
Die originale Gehäusebemalung wird mit einer braunen Holzimitationsmalerei überfasst.

20. Jahrhundert

1917  Entfernung der Prospektpfeifen für Kriegszwecke

1921  Einbau von Ersatz-Prospektpfeifen aus Zink,
beide Maßnahmen: Orgelbauanstalt Alfred Schmeißer, Rochlitz

1933  Umbau (pneumatische Spielanlage) und Veränderung der Disposition
durch die Orgelbauanstalt Hermann Eule, Bautzen

1963  Entfernung des 1886 aufgetragenen Farbanstrichs
Die barocke Bemalung des Orgelgehäuses wird wieder in seiner Schönheit sichtbar.

2010 bis 1014  Rekonstruktion des Zustands von 1726
durch Hermann Eule Orgelbau Bautzen und die Orgelwerkstatt Kristian Wegscheider Dresden